Innenstadt Friesoythe

Bley: Gewerkschaft produziert „Zweiklassengesellschaft“ in Friesoythe

Infolge einer Klage der Gewerkschaft Ver.di darf am kommenden Eisenfest-Sonntag nur ein Teil der Einzelhändler in der Friesoyther Innenstadt öffnen. Der ursprünglich beantragte Radius von 800 Metern um die Kreuzung in der Stadtmitte musste im Rahmen einer Kompromisslösung deutlich verkleinert werden. Der CDU-Ortsverband Friesoythe kritisiert das Verhalten der Gewerkschaft scharf. Es sei niemandem vermittelbar, „warum im Rahmen des traditionsreichen Eisenfestes nicht alle Einzelhändler im beantragten Radius öffnen dürfen, bei vorherigen, weniger traditionsreichen Sonntagsöffnungen jedoch schon“, schreiben CDU-Ortsverbandsvorsitzender Jann Christian Hegewald und Vorstandsmitglied Rasmus Braun. Ver.di habe nach zweieinhalb Jahren Pandemie und einer bevorstehenden Rezession den Ernst der Lage immer noch nicht erkannt. „Mit ihrer „Klagewut“ setzt die Gewerkschaft die Existenz des Handels und seiner Arbeitsplätze aufs Spiel. Jeder verkaufsoffene Sonntag bietet eine zusätzliche Einnahmequelle. Dank Ver.di sind davon am Sonntag in Friesoythe leider diverse Händler mit ihren Beschäftigten ausgeschlossen“, so Hegewald und Braun weiter.

Auch der CDU-Landtagsabgeordnete Karl-Heinz Bley zeigte keinerlei Verständnis für diese unsolidarische „Zweiklassengesellschaft“. „Ich hätte mir für die Friesoyther Einzelhändler eine einheitliche Lösung gewünscht. Die Ver.di-Funktionäre müssen endlich aufwachen und mit dem Handel an einem Strang ziehen, statt ihm permanent Steine in den Weg zu legen. Sonst wird es bald keine verkaufsoffenen Sonntage mehr geben“, so Bley. Er betonte noch einmal, dass er für den grundsätzlichen Sonntagsschutz und gegen eine Ausweitung sei. „Bei den wenigen Sonntagen darf es jedoch keine Ungleichbehandlung in einer Stadt geben“, erklärt Bley.

Laut CDU-Ortsverband müsse sich die Politik in Bund und Land jetzt endlich bewegen. „Die Zeit der Schönwetterreden und Solidaritätsbekundungen muss beendet werden“, fordern Hegewald und Braun. Der Einzelhandel brauche Verlässlichkeit und Planungssicherheit. „Deshalb fordern wir alle unsere Abgeordneten in Bund und Land auf, schnellstmöglich rechtssichere Rahmenbedingungen zu schaffen, die Ver.dis Verhinderungspolitik wirksam in die Schranken weisen“, so die CDU-Vertreter weiter.

Jann Christian Hegewald
Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Friesoythe
Geschwister-Scholl-Str. 24
26169 Friesoythe
Mobil: 0171 346 5718

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