Enge Kontakte zur Bundes- und Landesregierung nutzen

Der Lehrkräftemangel ist an mehreren Friesoyther Schulen eklatant. Gleichzeitig werden die Warnsignale aus den Gesundheitseinrichtungen im Kreis immer lauter und das Unverständnis für neue Gesetze größer. Angesichts dieser Entwicklungen fordert die Friesoyther CDU ihre Mitbewerber von SPD und Grünen auf, sich gegenüber der rot-grünen Bundes- und Landesregierungen stärker für die Sicherung der hiesigen Bildungs- und Gesundheitsversorgung einzusetzen.

„Die für unsere Region gewählten Abgeordneten und hauptamtlichen Vertreter von SPD und Grünen müssen ihre engen Kontakte zur Bundes- und Landesregierung deutlich energischer nutzen, um eine weitere Verschlechterung der Bildungs- und Gesundheitsversorgung in unserer Region zu verhindern“, so Friesoythes CDU-Ortsverbandsvorsitzender Jann Christian Hegewald. Er forderte die örtlichen SPD- und Grünen-Vertreter auf, ihren Kollegen in Berlin und Hannover jeden Tag aufs Neue „auf die Nerven zu gehen“, bis es wirksame Lösungen gebe. „Der Handlungsdruck ist enorm und die Zeit der Ankündigungen vorbei. Auf Worte müssen jetzt Taten folgen“, forderte Hegewald. Der neu gewählte Friesoyther CDU-Landtagsabgeordnete Lukas Reinken sicherte seine Unterstützung zu. „Es geht um unsere Region und die besten Lösungen, nicht um Parteizugehörigkeit“, so Reinken.

Aktuelle Prognosen des niedersächsischen Kultusministeriums führen zu Berechnungen, wonach die Unterrichtsversorgungen der Grundschule Kampe, Oberschule Altenoythe sowie Elisabethschule in Friesoythe nur bei rund 82 bis 88 Prozent liegen. Die Versorgungsquote der Grundschule Neuscharrel beträgt sogar nur gut 56 Prozent. „Diese Zahlen sind dramatisch, denn darunter leiden nicht nur die Schülerinnen und Schüler. Auch für die Lehrkräfte sind sie eine enorme Belastung“, erklärte Reinken. Diese Belastung wirke sich zusätzlich negativ auf die Lehr- und Lernqualität aus mit gravierenden Folgen – auch für die Ortschaften. „Je schlechter die Unterrichtsversorgung, desto geringer das Bildungsniveau am Ort und desto geringer auch dessen Anziehungskraft auf potenzielle Zuzügler und Arbeitnehmer“, so CDU-Ratsherr und -Kreistagsmitglied Rasmus Braun. Daraus drohe mittelfristig eine Abwärtsspirale.

Jann Christian Hegewald

Gleiches gelte für die Gesundheitsversorgung. Umso unverständlicher seien laut Reinken, Hegewald und Braun aktuelle Entscheidungen der SPD-geführten Bundesregierung. So hätten die hiesigen SPD-Landtagskandidaten noch kurz vor der Wahl ein Gespräch mit örtlichen Hebammen und Ministerpräsident Weil in Cloppenburg organisiert und ihre Unterstützung zugesichert. „Stattdessen bringt das SPD-geführte Gesundheitsministerium nun ein Gesetz auf den Weg, wonach Hebammen und Entbindungspfleger ab 2025 aus dem Pflegebudget gestrichen werden. Das ist das genaue Gegenteil von Unterstützung mit immensen Folgen für die klinische Geburtshilfe, werdende Eltern und neugeborene Kinder. Das ist eine Verschlechterung der Gesundheitsversorgung per Gesetz, die unverzüglich korrigiert werden muss“, so die CDU-Vertreter.

Jann Christian Hegewald
Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Friesoythe
Geschwister-Scholl-Str. 24
26169 Friesoythe
Mobil: 0171 346 5718

Pressemeldung_CDU OV Friesoythe_Einsatz für Bildung und Gesundheit_08.11.2022